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Faustkeil aus Fernost

Der Van mit Wow-Effekt.

Hyundai Staria

Oben gehen Motorhaube und Windschutzscheibe in einem flachen Winkel ineinander über. In der Mitte spannt sich das Tagfahrlicht in einem kühnen Bogen über die Frontpartie. Unten schließlich breitet sich ein vergitterter Grill aus, flankiert von würfelförmigen Scheinwerfern mit sechs Punkten. Sie sehen aus, als hätte Hyundai mit dem neuen Staria gleich einen Sechserpasch gewürfelt. Seitlich senken sich die Panoramafenster auf eine sehr niedrige Gürtellinie, hinten strecken sich senkrechte Leuchtstreifen als Lichter. Alles zusammen ist in einer flüssig und völlig schnörkellos gezeichneten Karosserie verpackt, ein Van mit echtem Wow-Effekt.


Eine automobile Revolution, die an den Ur-Espace von Renault erinnert. Seine Weltpremiere erlebt der Staria als üppig ausgestatteter Edelmann, der VW Multivan und Mercedes V-Klasse das Fürchten lehren will. Doch dieser Faustkeil will auch als Minibus und Transporter antreten und soll Hyundai H-1 oder den unglücklichen großen H350 vergessen lassen. Hyundai kann längst schick. Der Staria ist schicker. Und er ist ein ordentlicher Brummer, man siehts ihm aufgrund der eleganten Formen kaum an. 5,25 Meter lang, jeweils haarscharf unter zwei Meter breit und hoch, das kann eng werden an Einfahrten. Auch angesichts eines Radstands von 3,27 Metern. Fünf Kubikmeter nennt Hyundai als Ladevolumen, das ist mit Blick auf die Abmessungen nicht eben üppig – die lange Nase, die der Staria seinem Wettbewerb drehen will, sie kostet Platz.


Als Antrieb dient ein 2,2-Liter-Diesel, aufgepustet von einem Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Macht 177 PS Leistung und 431 Nm Drehmoment. Hyundai ist bei der Leistung seiner Transporter bekanntlich gerne üppig unterwegs – mal sehen, ob’s auch eine milde Sorte geben wird. Hinzu gesellt sich wahlweise ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Achtgang-Wandlerautomatik mit Bedienung über Tasten. In Planung ist statt eines batterieelektrischen Antriebs auch eine Brennstoffzellenvariante.


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